Tierhilfeprojekt

In Portugal haben wir Ende 2003 ein Tierhilfeprojekt gestartet, das die Kastration und Impfung von Straßenhunden und Straßenkatzen ermöglicht.

In Portugal leben unsäglich viele Hunde und Katzen auf der Straße. Sie sind verwahrlost, verängstigt, teilweise verletzt und ernähren sich von Abfällen. Da diese Hunde und Katzen weder geimpft noch kastriert sind vermehren sich täglich sowohl die Krankheiten wie auch die Hunde und Katzen selbst.

Einige von diesen Tieren landen in städtischen Tierheimen (Canil). Dort stehen allerdings kaum Mittel zur Verfügung. Das heißt, die Hunde und Katzen bekommen kaum etwas zu fressen und eine medizinische Versorgung findet gar nicht statt.

Die Zwinger sind in katastrophalen Zuständen. Einige Tiere sind einfach nur an einen Baum gekettet, sie haben weder vor Regen noch vor Sonne Schutz. Andere Tiere leben in Außenzwingern eng aneinander gepfercht mit anderen Artgenossen. Und wiederum andere leben in Innenzwingern ohne Tageslicht. Die Zwinger haben größtenteils Betonböden, die täglich mit Wasser abgespritzt werden und gerade in den Innenzwingern ist es darum den ganzen Tag nass. Die einzige Rückzugsmöglichkeit, die den Hunden und Katzen bleibt, sind Holzpaletten, Plastikwannen oder ähnliches.

Die Tiere dürfen nur einige Tage in den öffentlichen Tierheimen bleiben. Nach einer kurzen Galgenfrist kommen sie in den Tötungstrakt und werden dann (ohne vorher ein Schlafmittel zu erhalten) „eingeschläfert“.

Unsere Stiftung unterstützt die Kastration von Hunden und Katzen die auf der Straße leben, sowie von Tierhaltern, die den Eingriff nicht bezahlen können, um die ungehinderte Vermehrung von Tieren, die letztlich auf den Straßen landen, zu verhindern. Gleichzeitig finanzieren wir die Impfungen der Tiere. Dank unserer engen Zusammenarbeit mit Frau Dr. Clemens, die im südlichen Alentejo ansässig ist und die die tierärztliche Versorgung leistet und Frau Uschi Abele sind an der Algarve und in anderen Teilen Portugals die Anzahl der Straßenhunde und streunenden Katzen bereits deutlich zurückgegangen.

Das Kastrations- und Impfprogramm wird nun schon von einigen Tierschutzvereinen wahrgenommen:

- Lagos und Aljezur an der Algarve
- Odemira, Beja, Ourique im Alentejo
- Castro Verde, Setubal, Palmela, Poceirão, Torres Vedras, und Lourinhã im Großraum von Lissabon.

Die Tiere aus diesen Gemeinden werden zu Frau Dr. Clemens gebracht.

Wir freuen uns, dass einige dieser Tiere auch hier nach Deutschland vermittelt werden konnten. Wir selbst haben zwei Hunde aus Portugal, die bei uns ein neues Leben beginnen durften.

Es ist uns ein Anliegen dieses Projekt noch lange unterstützen zu können.