Casita de Colores – Frauen- und Kinderhaus

Seit 2002 finanzieren wir das Projekt „Casita de Colores“, das einzige Frauen- und Kinderhaus in Merlo-Moreno, einer Stadt mit ca. 1 Mio. Einwohnern. Die Stiftung übernimmt die Kosten für alle notwendigen Mitarbeiter, für Elektrizität, für Telefon, Verpflegung etc. Auch das Schulgeld der dort lebenden Kinder wird von uns bezahlt und zwar bis zum Abschluss der Sekundarschule (Abitur).

Es handelt sich um ein Haus, in dem misshandelte und gebrochenen Frauen mit ihren Kindern aufgenommen, verpflegt und psychisch betreut und aufgebaut werden.

Auch bei Ihrem dritten Besuch in Argentinien im Oktober 2011 (der Flug ging wie immer auf eigene Kosten), konnten Astrid und Toni Schmid sich einen Überblick verschaffen wie gut das Projekt Frauen- und Kinderhaus in Merlo-Moreno angenommen wird. Und wie wichtig dieses Projekt für die Frauen und Kinder dort ist.

Die Armut in der Stadt Merlo-Moreno, einer Stadt von ca. 1 Mio. Einwohner im Großraum Buenos Aires war erschütternd. Das von uns geförderte Frauen- und Kinderhaus ist das einzige in der ganzen Stadt.

Es ist für die Frauen, die in Argentinien noch meist viele Kinder haben (oft bis zu 8 Kinder), die einzige Anlaufstelle, um der häuslichen Gewalt zu entkommen. Bei Arbeitslosigkeit von über 30 % und geringer staatlicher Unterstützung, die umgerechnet knapp € 50,00 pro Familie und Monat beträgt, ist die Gewaltbereitschaft der Männer in der Familie groß. Das traditionelle Familienbild des Mannes als Ernährer der Familie und der Frau, die die zahlreichen Kinder versorgt, ist vielfach zerstört. Die Wut des Mannes darüber entlädt sich bei Frau und Kindern. Gleichwohl bleiben die Frauen meist aus Tradition in der Familie, solange sich die Gewalt nur auf sie auswirkt. Erst wenn die Kinder ebenfalls der Gewalt ausgesetzt sind, entschließen sie sich, Zuflucht im Frauen- und Kinderhaus zu suchen.

Sowohl die Frauen als auch die Kinder sind dann meist in einem körperlichen und seelischen Zustand, der langwierige Betreuung und Wiederaufbau der Persönlichkeit erforderlich macht.

Mit dem Bischof, Monsignore Fernando Maria Bargallo, haben wir einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Er ist gegenüber der Stiftung weisungsgebunden und für die bereitgestellten Gelder verantwortlich. Vereinbarungsgemäß muss für jedes Quartal eine detaillierte Kostenabrechnung bis auf den letzten Peso abgegeben werden.