Guarini Indianerdorf Tekoa Miri

In Tekoa Mini, Guaporaity und Baepu Pora haben wir die Kosten übernommen, um kleine Parzellen mit einjährigen Kulturen anzulegen (Maniok, Mais, Bohnen, Kürbisse usw.)

Ferner gaben wir Gelder für die Anpflanzung von Obstbäumen und die Errichtung von kleinen Ställen für Schweine, Geflügel und Bienenzucht sowie den Ankauf von 240 Küken, 6 Sauen und einem Eber nebst Futter für die Aufzucht.

Darüber hinaus haben wir das Baumaterial für 6 Häuser mit Sanitär-und Wasserversorgung bezahlt. Mit diesem Material konnten die Einwohner der Dörfer 2 Häuser in Tekoa Mini, 2 Häuser in Guaporaity und 2 Häuser in Beapu Pora einrichten.

Anbau von Gemüse und Obst:

Bau von Ställen für Schweine und Geflügel:

Anbau von Gemüse:

Hühnerzucht:

Bau von Dusch- und Toilettenhäuschen:

 

Bei unserer Reise die wir 2008 durch Missiones (die nördlichste Provinz Argentiniens) machten, haben wir zusammen mit Pater Josef, einem Steyler Missionar, ein kleines Indianerdorf besucht. In dieser Siedlung „Tekoa Miri in Oro Verde“ fanden wir ca. 100 Bewohner, davon die Hälfte Kinder, die in unvorstellbar ärmlichen Zuständen lebten.

Das Wasser musste aus einem weit entfernten Fluss geholt werden. Die primitiven Hütten hatten keine Böden, sodass die Menschen auf dem nackten Boden lebten.

Unter diesem Eindruck haben wir spontan die Bohrung eines Brunnen in Angriff genommen. Zwischenzeitlich wurde der Brunnen fertiggestellt und der Wasserbehälter installiert.
Prof. Limberger, ein Ausbilder der Lehrer in den EFAs, hat es übernommen, die Indianer in Oro Verde mit seinem Forschungsinstitut zu unterstützen.

Zur Zeit befinden sich 20 Studenten seines Instituts in Oro Verde und pflanzen dort mit den Indianern, Obstbäume und Gemüse, wie Bohnen, Manioc, Patata und Bananen. So soll eine Selbstversorgung der Dorfbewohner erreicht werden. Mit dem Wasser aus dem Brunnen ist hierfür die Grundlage geschaffen.

Wir haben mit Prof. Limberger, der in Deutschland studiert hat, vereinbart, dass er die Indianer mit seinen Studenten solange unterrichten und unterstützen soll, bis die Selbstversorgung gesichert ist.

Im Jahr 2009 haben wir nach der Trinkwasserversorgung auch eine Schule gebaut. Hier bekommen die Guarini – Kinder wöchentlich an drei Tagen zweisprachigen Ganztagsunterricht.

Nach Fertigstellung der Schule wurde das Projekt auch vom Deutschen Botschafter, Herrn Günter Kneiss, besucht.

Unser Besuch im Jahr 2008, die Bohrung des Brunnens und die Arbeit von Prof. Limberger war eine Initialzündung für Tekoa Miri. Zwischenseitlich hat die Gemeinde Capiovi bescheidene Holzhäuser (30 qm pro Familie) gebaut und Lehrer für die Schule zugesagt.